Schreckgespenst "Krafttraining"

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren über Krafttraining aufgeklärt und gezeigt, wie positiv es sich auf die Gesundheit auswirken kann. Doch noch immer kursieren die haarsträubendsten Mythen über Krafttraining, die schlicht und einfach falsch sind. Wir klären Sie über die Wahrheit auf!

Mythos: Durch Krafttraining wird man zum Muskelprotz.
Wahrheit:
Krafttraining wird immer noch oft mit "Bodybuilding" assoziiert. Aus Angst vor Muskelbergen machen daher viele Leute kein oder nur leichtes Krafttraining. Dabei muss kein Freizeitsportler das Aussehen eines Bodybuilders fürchten, denn hierzu ist jahrelanges Intensivtraining und eine hochspezifische Ernährung notwendig.

Mythos: Krafttraining ist nur etwas für junge Leute.
Wahrheit:
Mit einem moderaten und gesundheitsorientierten Krafttraining kann jeder Mensch, gleich welchen Alters oder Geschlechts, seine Körperkraft steigern und gleicht den Kraftverlust im Alter aus. und sorgt für den Erhalt einer selbstständigen Lebensführung.

Mythos: Mit Krafttraining kann man nicht abnehmen.
Wahrheit:
Im Gegenteil: Krafttraining ist das Geheimnis zur dauerhaften Fettreduktion. Eine regelmäßige Kräftigung der Muskulatur trägt indirekt zur Reduktion des Körperfettgehalts bei. Muskeln benötigen Energie. Mehr Muskeln benötigen mehr Energie; und das nicht nur bei Training, sondern auch noch danach. Sie verbrennen also ihr Fett sozusagen im Schlaf!

Mythos: Krafttraining ist ungesund.
Wahrheit:
Das ist das fatalste Gerücht! Zu schwache oder ungleich starke Muskeln sind oft die Ursache für Rücken- oder Gelenkbeschwerden. Eine stark trainierte Muskulatur ist wie ein Schutzschild! Durch ein gesundheitsorientiertes Krafttraining werden die Körperhaltung und die Körperstatik nachhaltig günstig beeinflusst.

Außerdem kann ein regelmäßig betriebenes und systematisches Kräftigungstraining die Knochendichte sowie den Mineralgehalt des Knochens erhöhen und somit Osteoporose vorbeugen.

Auch hat Krafttraining positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem: eine verbesserte Kraftsituation entlastet unseren wichtigsten Muskel - das Herz.

Mythos: Kraftsport ist etwas für "Dumme".-> Bem.: Myth. ist noch nicht ganz ausgereift
Wahrheit: Krafttraining steigert die Durchblutung im ganzen Körper, damit kann sich auch die Gehirndurchblutung um bis zu 50 % erhöhen. Das macht geistig fit! Außerdem steigert es den Selbstwert und wirkt positiv auf die Psyche.

Mythos: Krafttraining macht unbeweglich.
Wahrheit:
Dieses Vorurteil gehört schon lange ins Reich der Märchen. Schon in den 50er Jahren konnte man nachweisen, dass Krafttraining die Beweglichkeit verbessert.

Mythos: Wenn man einen anderen Sport betreibt, braucht man kein Krafttraining.
Wahrheit:
Krafttraining sollte sogar als Ergänzung zu deiner Lieblingssportart aufgeführt werden. Damit können Sie einseitige Belastungen (wie beim Tennis, Fußball, Joggen, Golf, Kegeln etc.) ausgleichen und Ihre sportartspezifische Leistung steigern.

Text: Alina Schuster

Auszüge aus: „Mehr Lebensqualität durch Krafttraining“ der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.